Wissenschaftliches Netzwerk:
Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation
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Aktuell (Juni 2013): Call for papers zu einem von Empirikom veranstalteten Workshop im Rahmen der GSCL-Tagung 2013 in Darmstadt: "
Verarbeitung und Annotation von Sprachdaten aus Genres internetbasierter Kommunikation"
Im Internet und speziell in den sozialen Netzwerken des Web 2.0 entstehen neue Formen der internetbasierten Kommunikation, die interdisziplinär erforscht werden. Das wissenschaftliche Netzwerk "Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation" vereint
fünfzehn Forscherinnen und Forscher aus zwölf verschiedenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die an der
datengestützten Analyse sprachlicher Phänomene beim Kommunizieren im Netz
arbeiten und dafür Techniken und Methoden aus Korpuslinguistik, Computerlinguistik und Informatik nutzen. Aufgrund des digitalen Ausgangsformats sind Datensammlungen zur internetbasierten Kommunikation zwar zunächst einfach zu erheben; es fehlen aber bisher Standards sowie Annotations- und Analysekategorien, um die
sprachlichen und interaktionalen Besonderheiten in neuen Kommunikationsformen wie z.B. E-Mail, Instant Messaging, Chats, Twitter, Weblogs, Skype sowie Diskussionen in Foren, Wikis und sozialen Netzwerken zu erfassen. Außerdem müssen existierende Verfahren zur automatischen Aufbereitung und Verarbeitung von Sprachdaten, die häufig für standardsprachliche Schrifttexte entwickelt sind, an die sprachlichen Besonderheiten von internetbasierter Schriftlichkeit angepasst werden
Ziel des Netzwerks, das durch die
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, ist es, Kompetenzen aus germanistischer Sprachwissenschaft, Computerlinguistik, Informatik und Psychologie zu bündeln, um anhand einer Reihe
konkreter Forschungsfragen Vorschläge für Standards zur Aufbereitung von Sprachdaten aus der
deutschsprachigen internetbasierten Kommunikation zu erarbeiten und Methoden und Werkzeuge für deren
empirische computergestützte Analyse zu entwickeln. Die Ergebnisse werden in Publikationen dokumentiert, die Vorschläge für Standards und Verfahren sollen sukzessive online bereitgestellt werden.