
Aktuell: Programminformationen zur AG im Rahmen der DGfS-Jahrestagung 2013: " Modellierung nichtstandardisierter Schriftlichkeit / Modelling Non-Standardized Writing Programminformationen zur 4. Arbeitstagung des Netzwerks an " der RWTH Aachen (8./9.11.2012)
Im Internet und speziell in den sozialen Netzwerken des Web 2.0 entstehen neue Formen der internetbasierten Kommunikation, die interdisziplinär erforscht werden. Das wissenschaftliche Netzwerk "Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation" vereint fünfzehn Forscherinnen und Forscher aus zwölf verschiedenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die an der datengestützten Analyse sprachlicher Phänomene beim Kommunizieren im Netz arbeiten und dafür Techniken und Methoden aus Korpuslinguistik, Computerlinguistik und Informatik nutzen. Aufgrund des digitalen Ausgangsformats sind Datensammlungen zur internetbasierten Kommunikation zwar zunächst einfach zu erheben; es fehlen aber bisher Standards sowie Annotations- und Analysekategorien, um die sprachlichen und interaktionalen Besonderheiten in neuen Kommunikationsformen wie z.B. E-Mail, Instant Messaging, Chats, Twitter, Weblogs, Skype sowie Diskussionen in Foren, Wikis und sozialen Netzwerken zu erfassen. Außerdem müssen existierende Verfahren zur automatischen Aufbereitung und Verarbeitung von Sprachdaten, die häufig für standardsprachliche Schrifttexte entwickelt sind, an die sprachlichen Besonderheiten von internetbasierter Schriftlichkeit angepasst werden
Ziel des Netzwerks, das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, ist es, Kompetenzen aus germanistischer Sprachwissenschaft, Computerlinguistik, Informatik und Psychologie zu bündeln, um anhand einer Reihe konkreter Forschungsfragen Vorschläge für Standards zur Aufbereitung von Sprachdaten aus der deutschsprachigen internetbasierten Kommunikation zu erarbeiten und Methoden und Werkzeuge für deren empirische computergestützte Analyse zu entwickeln. Die Ergebnisse werden in Publikationen dokumentiert, die Vorschläge für Standards und Verfahren sollen sukzessive online bereitgestellt werden.